Welche Kartoffeln für Ofenkartoffeln? Alles was du über Kartoffeln für Ofenkartoffeln wissen musst.

Welche Kartoffeln für Ofenkartoffeln

Für Ofenkartoffeln eignen sich je nach Rezept sowohl mehlige, festkochende als auch vorwiegend festkochende Kartoffeln. Mehlige Kartoffeln garen schneller und werden im Offen besonders fluffig, festkochende behalten ihre Konsistenz und ihren Biss. Forwiegend festkochende Kartoffeln verbindet das beste aus beiden Welten für Ofenkartoffeln. 

Du siehst: Alles geht. Aber wann solltest du jetzt zu welcher Kartoffelsorte greifen? Kannst Du die Schale mitessen? Worauf musst du sonst bei der Zubreitung achten? Lass Dich von vielen Tipps und Tricks überraschen!

Welchen Unterschied machen mehlige bzw. fest-kochende Sorten für Ofenkartoffeln?

Unterschiedliche Kartoffelsorten für Ofenkartoffeln

Mehlige Kartoffeln sind fluffiger und zerfallen leichter. Daher schwören viele Gourmets auf diese Kartoffelvariante, wenn es um die Zubereitung von Ofenkartoffeln geht. Grundsätzlich kannst Du allerdings jede Kartoffelsorte verwenden. Doch zunächst solltest Du etwas mehr über die unterschiedlichen Kartoffelsorten erfahren. Je nach Stärkegehalt werden sie in drei Arten unterteilt. Je höher der Stärkeanteil, desto lockerer ist die Konsistenz der Kartoffel nach dem Kochen.

Festkochende Kartoffeln

Festkochende Kartoffeln haben im Vergleich zu den anderen Sorten den geringsten Stärkeanteil. Sie bleiben selbst nach dem Kochen relativ fest. Die benötigte Kochzeit ist daher auch etwas länger. Festkochende Kartoffeln sind ideal für Gerichte, bei denen die Kartoffeln „Biss“ haben sollten. Dies sind zum Beispiel Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln

Vorwiegend festkochende Kartoffeln enthalten mehr Stärke als ihre festkochenden Verwandten, aber weniger als mehlige Kartoffeln. Ihre Garzeit ist damit etwas kürzer als bei der festkochenden Variante und etwas länger als bei mehligen Kartoffeln.

Mehlige Kartoffeln

Den höchsten Stärkeanteil der unterschiedlichen Kartoffelsorten haben die Mehligen. Sie werden beim Kochen schnell weich und zerfallen leicht. Daher eignen sich mehlige Kartoffeln perfekt für Kartoffelbrei oder Ofenkartoffeln.

Auch wenn die Meinungen, welche Kartoffeln die besten für die Zubereitung von Ofenkartoffeln sind, nicht immer gleich sind – erfahrene Köche empfehlen in der Regel zu mehligen Kartoffeln zu greifen. Das Innere dieser Kartoffeln ist äußerst zart und weich. So kann es zum Beispiel sehr viel besser Gewürze und Soßen aufnehmen.

Tipp: Wenn du nach neuen Ideen suchst, Ofenkartoffeln zu würzen, schau in diesem Betrag zu Würzideen für Kartoffel Wedges vorbei. 

Ofenkartoffel aus mehligen Kartoffeln

Wann sollte man welche Kartoffelsorte für Ofenkartoffeln nutzen?

Grundsätzlich kannst Du jede Kartoffel verwenden, um leckere Ofenkartoffeln auf dem Grill ode aus dem Backofen zu zaubern. Da wären zum Beispiel die festkochenden Sorten Laura oder Belana. Sie zerfallen nicht und eignen sich daher besonders gut für gefüllte Ofenkartoffeln.

Die Sorten Granola und Bonnotte zählen zu den vorwiegend festkochenden Kartoffelsorten. Sie sind der perfekte „Mittelweg“. Sie sind nicht zu weich und nicht zu fest. Du kannst fast alle Ofenkartoffel-Gerichte mit diesen Kartoffeln zubereiten.

Wenn Du es lieber weich und cremig magst, solltest Du der Empfehlung erfahrener Köche folgen und zu Sorten wie Gunda oder Lilly greifen. Diese mehligen Kartoffeln sind herrlich fluffig. Sie lassen sich zum Beispiel optimal mit Gemüse kombinieren.

Du magst es exotisch? Nun gut – exotisch ist vielleicht etwas zu viel gesagt. Aber Süßkartoffeln geben Deinen Gerichten eine ganz besondere Note. Denke hier daran, dass Süßkartoffeln eine etwas längere Garzeit erfordern.

Sind dicke Knollen besser geeignet als kleine?

Wenn Du nach Rezepten für Ofenkartoffeln stöberst, wirst Du meist auf die Empfehlung stoßen, große Kartoffeln zu verwenden. Große Kartoffeln benötigen zwar etwas mehr Zeit zum Garen, liefern dafür aber auch ein perfektes gleichmäßiges Ergebnis.

Du magst kleine Kartoffeln lieber? Das ist gar kein Problem! Achte aber darauf, dass die von Dir verwendeten Kartoffeln alle in etwa die gleiche Größe haben. Sofern Du Dich für kleine Kartoffeln entscheidest, profitierst Du von wesentlich kürzeren Garzeiten. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn Du einen kleinen Snack für zwischendurch kreieren möchtest.

Welche Kartoffelsorten sind die besten für Ofenkartoffeln?

Welche Kartoffelsorten sind die besten für Ofenkartoffeln?

Wenn Du Ofenkartoffeln auf dem Grill zubereiten möchtest, solltest Du unbedingt vorwiegend festkochende oder mehlige Kartoffeln wählen. Die Garzeiten von Ofenkartoffeln sind überdurchschnittlich lang. Insbesondere bei festkochenden Kartoffeln. Auf dem Grill kann es daher passieren, dass die Schalen der festkochenden Kartoffeln verbrennen, bevor das Innere gar ist. Verwende lieber Sorten wie Bintje, Eersteling, Sarpo Mira oder Granola.

Tipp: Aus Bintje Kartoffeln machst du die besten Pommes der Welt!

Weitere festkochende Kartoffelsorten sind zum Beispiel Allians, Annabelle, Charlotte oder Nicola. Bei den vorwiegend festkochenden Kartoffelsorten hast Du unter anderem die Wahl zwischen Hela, Rosara oder Marabel. Die bekanntesten mehligen Sorten sind die bereits erwähnten Gunda, sowie Adretta und Ackersegen.

Wie viele Kartoffeln braucht man pro Person für Ofenkartoffeln?

Eine größere Kartoffel wiegt circa 300 bis 500 Gramm. Das ist durchaus ausreichend für eine Person. Für den großen Hunger kannst Du natürlich auch zwei Kartoffeln pro „Nase“ zubereiten. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas kleinere Kartoffeln handelt. Wenn Du die Kartoffeln mit Käse überbacken möchtest, achte darauf, dass Käse sehr sättigend ist.

Schale für Ofenkartoffeln dran lassen

Kann man die Schale für Ofenkartoffeln dran lassen?

Du solltest Ofenkartoffeln auf keinen Fall vor der Zubereitung schälen. Es macht sogar großen Spaß, die Kartoffeln auszulöffeln. Verwendest Du junge Kartoffeln, ist die Schale meist sehr zart und kann sogar mitgegessen werden, vorausgesetzt Du hast sie zuvor gründlich abgebürstet und gewaschen.

Lass die Kartoffeln aber auf jeden Fall trocknen, bevor Du sie in Alufolie wickelst. Ein guter Trick, damit die Kartoffeln nicht aufplatzen, ist es, wenn Du die Kartoffeln mit einer Gabel mehrfach einstichst. Das reduziert zudem die Garzeit. Viele nutzen auch einen Spieß, wie er für Rouladen benötigt wird. Dank seiner Hilfe verteilt sich die Wärme besser in Inneren der Kartoffel und sie wird schneller gar.

Kann man Kartoffeln für Ofenkartoffeln vorbereiten?

Du kannst die Kartoffeln vor der Zubereitung auf dem Grill oder im Backofen vorkochen. Auch dies ist eine wirkungsvolle Methode, wenn es einmal schnell gehen muss. Allerdings gehen beim Kochen deutlich mehr Nährstoffe verloren und auch der Geschmack verändert sich.

Wenn Du eine typische Ofenkartoffel genießen möchtest, solltest Du daher auf diesen „Zaubertrick“ verzichten. Sehr viel wichtiger ist es, die Vorbereitungszeit für leckere Dips und Soßen zu verwenden. Lass Deiner Fantasie freien Lauf und kreiere immer wieder neue tolle Rezepte für Ofenkartoffeln! Guten Appetit!

Hat dir der Beitrag gefallen?