Kann man Reis einfrieren? 3 Gründe wieso du Reis einfrieren solltest.

Kann man Reis einfrieren

Reis ist nicht nur vielfältig einsetzbar, sondern für mehr als 50% der Weltbevölkerung sogar das Hauptnahrungsmittel. Gekocht hält er sich einige Tage im Kühlschrank und verliert dabei weder an Geschmack, noch trägt er sonstige Einbüßen.

Doch was, wenn man aus Versehen mal viel zu viel Reis gekocht hat und der Weg in den Mülleimer viel zu schade wäre? Ein Glück, dass es Gefriertruhen gibt!

Kann man gekochten Reis einfrieren?

Gekochten Reis kannst du bedenkenlos einfrieren. Das eignet sich besonders dann, wenn du – aus welchen Gründen auch immer – zu viel Reis aufgekocht hast, oder bei der Zubereitung deiner Mahlzeiten etwas Zeit einsparen möchtest.

Selbstverständlich kannst du nicht nur unverarbeiteten Reis einfrieren, sondern auch Reisgerichte, in denen beispielsweise Gemüse oder ähnliches enthalten ist. Kleiner Faktencheck: Bis zu 6 Monaten hält sich der gekochte Reis in der Tiefkühltruhe frisch!

Tipp: Spüle Reis immer vor dem Kochen gut aus. Ökotest kam zu dem Ergebnis, dass 21 von 21 getestete Reissorten mit Arsen belastet sind. 10 davon sogar mit Mineralölrückständen.

Eine der Hauptbelastungen von Reis ist anorganisches Arsen. Den krebserregenden Stoff hat das beauftragte Labor in allen Reismarken im Test nachgewiesen, in den Basmatisorten jedoch nur in Spuren. Hauptsächlich sind Natur- und Parboiled-Reis damit belastet.

Ökotest

3 Gründe, wieso du Reis einfrieren solltest

Reis einfrieren

1. Feuchtigkeit, Frische und Geschmack bleiben erhalten

Japanischen Artikeln zufolge, die sich mit verschiedenen Lagermethoden für Reis auseinandergesetzt haben, schmeckt aufgewärmter Reis, der zuvor eingefroren war, sogar am besten.

Reis lässt sich im Kühlschrank zwar ebenfalls für einige Tage problemlos aufbewahren, doch kannst du nach 2 bis 3 Tagen bereits eine veränderte Konsistenz feststellen. Der Reis verliert an Feuchtigkeit und wird bissfester.

Bei der Einfriermethode packst du den frisch gekochten, noch warmen Reis in einen luftdichten Behälter und verschließt den Deckel. Lass ihn nun vollständig abkühlen.

Die Feuchtigkeit, die sich im Behälter sammelt, wird sich beim Auftauvorgang noch als nützlich herausstellen, denn wenn du den Reis wieder aufwärmst, wird er genauso frisch, feuchtigkeitshaltig und köstlich schmecken wie eine frisch gekochte Reisportion.

2. Reis bleibt bis zu 6 Monate frisch

Eingefroren kannst du den Reis bis zu 6 Monate lagern und brauchst übrig gebliebene Reste somit nicht wegwerfen – und dich auch nicht 5 Tage hintereinander von Reis ernähren.

Hier ein Vergleich, wie lange gekochter Reis in Abhängigkeit der Aufbewahrungsart haltbar ist:

  • Option 1 (Reiskocher) – der Reis hält sich von mindestens 3 Stunden bis zu hin zu einem Tag.
  • Option 2 (Zimmertemperatur) – bei Zimmertemperatur hält sich gekochter Reis im Sommer etwa 6 Stunden, im Winter etwa 1 Tag.
  • Option 3 (Kühlschrank) – im Kühlschrank kannst du gekochten Reis mindestens 3 Tage aufbewahren.
  • Option 4 (Gefrierschrank) – gekochter und anschließend eingefrorener Reis ist bis zu 6 Monate haltbar.

3. Spare Zeit und Geld

Jeden Tag 1 bis 2 Portionen Reis zu kochen ist nicht nur zeitaufwendig, sondern kostet auch viel Energie. Frisch gekochter Reis ist zwar etwas äußerst feines, doch diese Zeit kannst du dir sparen, ohne dabei geschmackliche Einbüßen hinnehmen zu müssen.

Koche beim nächsten Mal also ruhig eine ordentliche Menge und verstaue den Anteil, den du erstmal nicht benötigen wirst, wie oben beschrieben in der Gefriertruhe.

Tipp: Du kannst auch Risotto einfrieren, wenn du ein paar Tipps berücksichtigst.

Welche Reissorten eignen sich?

Reis auftauen

Wenn dein gekochter Reis noch einen leichten Biss hat, kannst du dir sicher sein, dass er perfekt von dir gegart wurde. Aufgetauter Reis wird vermutlich in seiner Konsistenz etwas weicher sein, was allerdings stark von der Reissorte abhängt. Zu den Sorten, die sich zum Einfrieren besonders gut eignen, zählen:

  • Jasminreis
  • Basmatireis und
  • Patnareis

Kleiner Lifehack: Wenn du bereits im Voraus weißt, dass du Reis einfrieren möchtest, dann lass ihn absichtlich etwas zu kurz garen, damit er beim Auftauen die optimale Konsistenz erhält!

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Wie friert man Reis ein?

Sobald dein Reis fertig gegart ist, packst du exakt die Menge, die du nicht brauchst, in einen luftdichten Behälter. Achte darauf, dass der Reis noch warm ist und der Reis in der geschlossenen Box abkühlt. So geht die Feuchtigkeit des Dampfes nicht verloren.

Sollte dir nach dem Essen noch zu viel Reis übrig sein, kannst du auch davon noch einfrieren, selbst wenn er bereits abgekühlt ist. Füge einfach etwas (nicht viel) Wasser hinzu, bevor du ihn in einem Behälter in die Gefriertruhe legst.

Wichtig ist, dass der gekochte Reis im Behälter vollständig abkühlen konnte, bevor du ihn einfrierst. Andernfalls erwartet dich beim Auftauen womöglich eine unangenehme Überraschung…

Noch ein Tipp: Portioniere den Reis gleich so, dass du für das Auftauen immer die richtige Menge aus der Gefriertruhe holen kannst. Gefroren lässt sich der Reis nämlich nur noch mit allergrößter Mühe teilen…

Tipp: Milchreis einfrieren, funktioniert ebenfalls optimal in kleinen Portionen.

Wie taut man gefrorenen Reis auf?

Reis einfrieren und auftauen

Lass den Reis am besten bei Zimmertemperatur auftauen. Anschließend erwärmst du ihn mit Wasserdampf, indem du ihn in einem feinmaschigen Sieb über einen Kochtopf mit kochendem Wasser hängst.

Der aufsteigende Wasserdampf erwärmt den Reis, regelmäßiges Umrühren deinerseits sorgt dafür, dass die Wärme gleichmäßig verteilt wird. Bloß nicht erneut im Wasser aufkochen! Er wird sonst zu weich, pampig und ungenießbar klebrig.

Eine weitere Möglichkeit ist das Aufwärmen in der Pfanne. Dafür einfach etwas Öl erhitzen und den Reis anschließend darin anbraten. Je nach Geschmack kannst du vorher noch Fleisch oder Gemüse in der Pfanne garen und den Reis erst im Anschluss dazu geben. So zauberst du im Nu ein tolles Pfannengericht.

Eine dritte Option ist das Aufwärmen direkt in der Soße. Gib hierzu deinen aufgetauten Reis in deine Soße und lass alles zusammen bei geringer Hitze kurz aufkochen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Reis einzufrieren?

Den Reis solltest du unbedingt direkt nachdem Kochen (sobald er abgekühlt ist) einfrieren. Vor allem, damit sich keine Bakterien vermehren können. Einfrieren ist deshalb klar im Vorteil gegenüber der Aufbewahrung im Kühlschrank, denn das Einfrieren verhindert potentielles Bakterienwachstum.

Nicht zuletzt solltest du natürlich auch des Geschmacks wegen den Reis samt Feuchtigkeit einfrieren, sobald er kalt genug ist.

Wie lang hält sich gekochter Reis im Gefrierschrank?

Gefrorener Reis hält sich bis zu sechs Monaten im Gefrierschrank. Vermeide es anschließend, ihn mehr als einmal aufzuwärmen. Wiederholtes Aufwärmen begünstigt die Bildung von schädlichen Bakterien. Achte außerdem darauf, dass er beim Aufwärmen vollständig durcherhitzt wurde, bevor du ihn verzehrst.

Ungekochten Reis einfrieren: Kann man rohen Reis einfrieren?

Ja – auch ungekochten Reis kannst du einfrieren. Ungekochter Reis verfügt zwar über eine (fast) unbegrenzte Haltbarkeit. Die wahre Herausforderung besteht jedoch darin, ihn ausreichend frisch zu halten und vor schädlichen Eindringlingen zu schützen.

Lagere ihn dafür am besten an einem kühlenm trockenen und dunkeln Ort – oder friere ihn einfach an. So gelingt es Schädlingen auf keinen Fall, deinen Reis zu ruinieren.

Ungekocht sind sogar fast alle Reissorten im Gefrierschrank lagerbar und somit für den Verzehrt auf unbestimmte Zeit sicher aufbewahrt.

Tipp: Mit ungekochtem Reis kannst du auch Gerüche aus deinem Mörser für Gewürze holen.

Fazit

Essensreste wegschmeißen war gestern. Ab heute gehst du die Resteverwertung so richtig an und nutzt dabei sämtliche dir zur Verfügung stehende Möglichkeiten, darunter auch deinen Gefrierschrank Beim nächsten Reisgericht weißt du ab sofort, dass du die zweite Portion Reis nicht wegschmeißen musst und sie auch nicht gezwungenermaßen am nächsten Tag nochmal essen brauchst. Schließlich kannst du sie easy peasy einfrieren und bei Bedarf jederzeit auftauen.