Kann man Feigen einfrieren? 2 einfache Wege (und wie du sie am besten Auftaust)

Kann man Feigen einfrieren?

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Feigen bekommt man im Supermarkt nicht das ganze Jahr über. Eigentlich schaden, denn in frischer Form gelten Sie als absolutes Superfood, das bereits in der Antike beliebt war. Eine Frucht wiegt rund 60 Gramm, ist sehr süß im Geschmack und punktet dennoch mit schmalen 40 kcal.

Ihr umfangreiches Nährstoffprofil liefert neben Kalzium und Kalium, auch jede Menge Eisen, Magnesium, allerhand Vitamine, sättigende Ballaststoffe und verdauungsfördernde Enzyme. Werden sie dann im Supermarkt angeboten, bekommt man Lust ordentlich zuzulangen.

Dann steht aber auch schon die Frage im Raum, wie es mit der Haltbarkeit aussieht und ob man Feigen einfrieren kann?! In diesem Ratgeber gebe ich dir alles Wissenswerte an die Hand, was du zum Thema Feigen einfrieren wissen musst.

Inhalt

Kann man Feigen einfrieren?

Feigen einfrieren

Leider halten sich Feigen nicht sehr lange. In der Regel bleiben sie nur zwei bis fünf Tage gut. Werden sie im Kühlschrank gelagert, lässt sich die Haltbarkeit auf bis zu sieben Tage verlängern. Aber wenn du Feigen einfrieren möchtest, profitierst du von einer dauerhaften Haltbarkeit, welche sechs bis acht Monate beträgt.

Wenn du Feigen einfrieren willst, musst du allerdings damit rechnen, dass sich ihre Textur ein wenig verändert. Nach dem Auftauen sind die Früchte weich oder sogar matschig.

Dennoch ist es ratsam, Feigen zum Einfrieren im Eisfach aufzubewahren. Handelt es sich um frische Früchte, können sich diese, wie anderes Obst auch auch, in ihrer Farbe verändern.

Beim Lagern bietet es sich also an, die Feigen mit etwas Zitronensaft zu beträufeln. So behalten sie länger ihre appetitliche Farbe.

Kontrolliere Feigen vor dem Einfrieren

Feigen vor dem einfrieren kontrollieren

Um zu erkennen, ob frische Feigen bereits schlecht geworden sind, musst du einfach nur daran riechen. Ein saurer Geruch ist ein Indiz dafür, dass die Feigen nicht mehr gut sind.

Keine Panik, wenn du eine pudrige, weiße Schicht auf den Feigen feststellst. Das muss kein Schimmel sein. Es kann sich auch um natürlichen Zucker handeln, welchen die Früchte abgesondert haben. Wichtig ist, dass du Feigen dann gründlich in Augenschein nimmst, um zwischen Zucker und Schimmel unterscheiden zu können.

Solltest du Schimmelbefall feststellen, ist es ratsam die Früchte zu entsorgen, um deine Gesundheit durch den Verzehr nicht zu gefährden.

Es ist empfehlenswert, die Feigen getrennt von anderem Obst und Gemüse aufzubewahren. Das hat den einfachen Hintergrund, dass Feigen Ethylengas produzieren, welches die Verrottung anderer Früchte beschleunigt.

Feigen sollten deshalb in einem separaten Behälter aufbewahrt oder ganz hinten im Kühlschrank gelagert werden.

Wenn du Feigen einfrieren möchtest, solltest du dafür reife, frische Früchte verwenden, welche zwar schon weich aber noch nicht matschig sind.

Feigen sollten reif vom Baum geerntet werden, denn sie sind im Gegensatz zu anderen Obstsorten nicht in der Lage, nachzureifen.

Wie friert man frische Feigen ein?

Feigen einfrieren vorbereiten

Wenn man frische Feigen einfrieren will, handelt es sich um einen einfachen Vorgang. Dennoch sollten dabei einige Dinge beachtet werden. So bietet es sich beispielsweise an, sie zu vierteln, bevor es ans Feigen einfrieren geht.

Damit stellst du sicher, dass sich die Früchte hinterher schneller auftauen lassen. Ganze Früchte brauchen dafür deutlich länger.

Die geviertelten Früchte eigenen sich auch hervorragend für die Verwendung im Smoothie oder in Eiscreme, ohne dass der Mixer zu sehr belastet wird. Du solltest die Feigen vor dem Einfrieren unbedingt waschen und falls gewünscht, die Haut abziehen.

Wenn du später Marmelade daraus machen willst, bietet es sich an die Feigen vor dem Einfrieren zu schälen.

Tipp: Aufgrund des hohen Pektingehalts von Feigen eignen sie sich auch perfekt für Marmelade oder als Hilfsmittel wenn Marmelade nicht fest wird.

Später geben die gefrorenen Feigen dann in gekochten Saucen, Smoothies oder Backwaren eine gute Figur ab. Nachfolgend verrate ich dir zwei verschiedene Möglichkeiten, wie sich Feigen einfrieren lassen.

1. Schnelles und separates Einfrieren

  • Zunächst solltest du die Feigen gründlich waschen und anschließend auf ein Backblech legen, welches du vorher mit Pergamentpapier ausgelegt hast.
  • Das Blech wandert anschließend ins Eisfach.
  • Sind die Feigen komplett gefroren, können Sie in einen Gefrierbeutel umgefüllt werden.

2. Die gezuckerte Gefriermethode

feigen zum einfrieren vorbereiten

Alternativ kannst du die Feigen schälen und in Scheiben schneiden oder eben auch vierteln. Nun werden sie mit Zucker vermischt.

Auf fünf Tassen Früchte kommt eine Tasse Zucker. Anschließend werden die Stücke oder Scheiben in einem Gefrierbeutel verstaut, welcher fest verschlossen werden sollte.

Auf diese Weise hüllst du die Feigen vor dem Einfrieren in einen Zuckersirup ein. Dieser wird als Zuckerpackung bezeichnet und sorgt für einen längeren, besseren Geschmack.

Auch die Textur bleibt dadurch weitestgehend erhalten. Die gezuckerten Feigen lässt du zum Auftauen abtropfen. Anschließend können sie in einem Rezept deiner Wahl verarbeitet werden.

Den abgetropften Sirup kannst du für eine alternative Verwendung aufbewahren.

Noch einfacher gestaltet sich das Zuckern der Früchte, indem du sie einfach damit bestreust. Dazu werden die Früchte gut mit Zucker beschichtet und gemischt.

Hat der Zucker genug Feuchtigkeit aus den Feigen gezogen, entsteht Sirup. Die gezuckerten Feigen lässt du am besten 15 Minuten stehen, bevor du sie in einem gut verschlossenen Gefrierbeutel, ins Eisfach legst.

So vermeidest du Verfärben von Feigen beim Einfrieren

Durch den Luftkontakt neigen Feigen beim Einfrieren dazu, dunkel zu werden. Wenn dies nicht gewünscht ist, kannst du die Früchte mit pulverisierter Ascorbinsäure benetzten.

Dabei handelt es sich um Vitamin C. Verwende dafür einen dreiviertel Teelöffel pro Viertel Früchte.

Du kannst die Farbe aber auch mit einer halben Tasse Zitronensaft pro Viertel Früchte vor der Verfärbung schützen.

Wie lange kann man Feigen einfrieren?

Frische Feigen lassen sich bis zu 300 Tage gut einfrieren. Eine Studie des Fig Research Institute hat ergeben, dass es bis zu diesem Zeitpunkt keine wesentlichen Unterschiede bezüglich der Fruchtqualität gibt.

Dennoch bildet sich auch in dieser studie die Tendenz ab, dass die Früchte bei längere Lagerzeit mehr Feuchtigkeit verlieren und ihr Konsistenz schlechter wird.

Unter den getesteten Einfrier- und Auftau-Bedingungen gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede in den Tropfverlustwerten, auch wenn der geringste Tropfverlust beim Einfrieren bei -20 °C für 24 h gefunden wurde. Außerdem nahm die Fruchtfestigkeit während der Lagerzeit sowohl bei hartreifen als auch bei reifen Früchten ab, wobei die maximale Gesamtlöslichkeit in Früchten gemessen wurde, die bei -20 °C eingefroren und dann bei -18 °C für 300 Tage gelagert wurden.

Wie gut lassen sich Feigen einfrieren?

Wie gut kann man Feigen einfrieren?

Gefrorene Feigen eignen sich nicht für die Gerichte, in denen frische Feigen verwendet werden. Der Grund dafür ist die veränderte Textur. Während des Gefrierprozesses dehnt sich das enthaltene Wasser aus und Eiskristalle bilden sich. Und diese brechen wiederum die Zellwände der Früchte auf.

Die Folge: Feigen werden nach dem Auftauen matschig. Deshalb lassen sich Feigen nicht in denselben Gerichten verwenden, in denen frische Feigen verarbeitet werden. Für ein Salat-Topping sind aufgetaute Feigen daher nicht zu empfehlen.

Zwar schränkt das Einfrieren von Feigen die Zubereitungsmöglichkeiten ein, allerdings lassen sich gefrorene Früchte gut und vielseitig verarbeiten. Gefrorene Feigen eignen sich hervorragend, um in Backwaren untergebracht zu werden.

Wenn du also Brot oder Muffins herstellen möchtest, kannst du die gefrorenen Feigen bereits im Teig verteilen. Auch in Smoothies, selbst gemachtem Eis, Fruchtsaucen und Marmeladen lassen sich gefrorene Feigen bestens verarbeiten.

Kann man getrocknete Feigen einfrieren?

getrocknete Feigen einfrieren

Wenn du die Haltbarkeit von getrockneten Feigen verlängern willst, sollten sie in einer robusten Plastiktüte oder in einem luftdicht verschlossenen Behälter gelagert werden.

Im Kühlschrank halten sich getrocknete Früchte ca. sechs bis zwölf Monate. Handelt es sich um luftdicht verpackte, getrocknete Früchte, können diese sogar bis zu 18 Monate im Eisfach aufbewahrt werden.

Wie taut man gefrorene Feigen auf?

Feigen auftauen und nutzen

Dazu nimmst du den Beutel oder den Behälter aus dem Eisfach und legst / stellst ihn in den Kühlschrank. Im Idealfall positionierst du das Behältnis auf einem Teller, da während des Auftauens Wasser abläuft.

Handelt es sich um gezuckerte Feigen, sollte die Mischung gelegentlich umgerührt werden. Bevor du die Feigen dann verwendest, gießt du den Sirup ab.

Möchtest du die Feigen in einem Smoothie verarbeiten, kannst du diese direkt in den Mixer geben, ohne dass die Früchte vorher aufgetaut werden müssen.

Fazit: Kann man Feigen einfrieren?

Sowohl frische, als auch getrocknete Feigen lasen sich hervorragend einfrieren. Die Veränderung der Textur lässt sich dabei jedoch nicht vermeiden, da die sich bildenden Eiskristalle die Zellwände aufplatzen lassen. Aufgetaute Feigen können deshalb nicht in allen Gerichten verwendet werden, wie es bei frischen Feigen der Fall ist.

Das Zuckern der Feigen vor dem Einfrieren, sorgt für einen längeren und besseren Geschmack. Dieser Prozess wirkt sich auch positiv auf die Textur aus. Zum Auftauen können Feigen über Nacht im Kühlschrank stehen bleiben oder noch gefroren zu Smoothie verarbeitet, sowie als Backzutat verwendet werden.

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